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Deine Bewerbung

Wie du mit den Bewerbungsunterlagen punktest

Mit guten Bewerbungsunterlagen hast du schon den ersten Schritt zu deiner Traumausbildung gemacht.
Wenn du dann zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, kannst du dich persönlich vorstellen und die Personalverantwortlichen von dir überzeugen.

Wie eine gute Bewerbung aussieht und worauf du achten solltest, zeigen wir dir in folgenden Tipps:

Bewerbungsunterlagen

Deine Bewerbungsunterlagen sind der erste Eindruck, den du beim Unternehmen hinterlässt. Deshalb sollten sie vollständig, übersichtlich und ordentlich sein. Es ist immer ratsam, die Bewerbung noch einmal komplett Korrektur zu lesen, bevor sie abgeschickt wird. Lass auch einmal Freunde oder Eltern drüber lesen, denn Fehler im eigenen Text fallen meist gar nicht auf.

 

  • Anschreiben

    Informiere dich vor dem Schreiben über das Unternehmen und den Ausbildungsberuf. Scheue dich nicht, den für die Ausbildung zuständigen Ansprechpartner/in anzurufen, um vorab Fragen zu stellen. Du kannst dich in dem Anschreiben deiner Bewerbung auf das Telefongespräch beziehen.

    Im Anschreiben beantwortest du die drei Warum-Fragen:

    • Warum möchtest du in diesem Unternehmen eine Ausbildung machen?
    • Warum willst du diesen Beruf erlernen?
    • Warum bist du der geeignete Bewerber? Hier kannst du gut auf die in der Stellenausschreibung angegebenen Fähigkeiten eingehen und erklären, warum du diese erfüllst (dein Wahlfach Technik untermauert etwa dein Interesse an technischen Themen, dein Nebenjob zeigt, dass du zuverlässig und belastbar bist usw.)
  • Lebenslauf

    Drei Tipps für deinen Lebenslauf:

    • Kurz und knapp und in tabellarischer Form
    • chronologisch geordnet, oben steht die aktuelle Tätigkeit/Schule
    • In den Lebenslauf gehören die persönlichen Daten, die Schulbildung, besondere Kenntnisse, sonstige Informationen (wie z.B. Praktika), Hobbys und Interessen
    • Ans Ende des Lebenslaufs gehören: Ort, Datum und Unterschrift. Für Online-Bewerbungen oder bei PDFs scannst du deine Unterschrift ein oder setzt deinen Vor- und Nachnamen an das Ende des Lebenslaufs.
  • Zeugnisse
    • Zeugnisse werden nicht im Original, sondern als Kopien versendet. Wichtig: Die Qualität der Kopien muss stimmen.
    • Am besten fasst du Kopien der letzten beiden Zeugnisse bzw. deines Abschlusszeugnisses in einem PDF zusammen.
    • Auch Zeugnisse von Nebenjobs, Sprachzertifikate oder Nachweise von ehrenamtlichen Tätigkeiten (Trainerschein o.Ä.) sind wichtig und zeigen, dass du dich auch über die Schule hinaus engagierst.
    • Alle Tätigkeiten, die du mit Zeugnissen und Nachweisen belegst, sollten sich auch im Lebenslauf wiederfinden. Besondere Nachweise kannst du sehr gut im Anschreiben erwähnen und erklären, warum du diese ausgewählt hast.   
Bewerbung einreichen

In der Stellenausschreibung findest du einen Hinweis darauf, ob das Unternehmen deine Unterlagen per Post in einer Bewerbungsmappe, per E-Mail mit PDF-Anhängen oder über die Webseite als Online-Bewerbung erhalten möchte.

Wenn du nicht sicher bist, wie du die Unterlagen einreichen sollst, rufe einfach bei dem Ansprechpartner für die Stelle an. Das zeigt Interesse und vielleicht erinnert sich der Personaler an dich, wenn er deine Bewerbungsmappe auf seinem Tisch liegen hat.

 

  • Bewerbungsmappe
    • Das Anschreiben liegt lose auf der Bewerbungsmappe. In der Bewerbungsmappe befinden sich dein Lebenslauf und dahinter die Zeugnisse.
    • Dreiteilige Bewerbungsmappen sind bei Unternehmen eher unbeliebt, weil sie viel Platz auf dem Schreibtisch einnehmen. Vorteile bietet eine Mappe mit durchsichtiger Frontseite, dann ist die Bewerbung besser sichtbar.
    • Unterschreibe deinen Lebenslauf und das Anschreiben.
    • Unternehmen achten besonders darauf, dass die Unterlagen sauber und ordentlich sind, also keine Flecken oder Eselsohren haben oder nach Rauch riechen.
  • Online-Bewerbung
    • Bei der Bewerbung über ein Online-Portal werden die persönlichen Daten vorab in einem Formular abgefragt.
    • Das Bewerbungsanschreiben, der Lebenslauf und die Anhänge (Zeugnisse, Nachweise) können danach hochgeladen werden. Im Idealfall fasst du alle Dateien in einer PDF zusammen. Dazu gibt es online kostenlose Software.
  • Bewerbung per E-Mail
    • In die E-Mail kannst du entweder das Anschreiben selbst kopieren oder du schreibst einen kurzen Text, um welche Stelle du dich bewirbst, dass dein Anschreiben, dein Lebenslauf und deine Zeugnisse im Anhang sind und dass du dich über die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freuen würdest.
    • In den Anhang kommen dann als PDF: Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse, am besten alle Zeugnisse in einem PDF.
    • Die Anhänge sollten eine Größe von 5 MB nicht überschreiten.
    • Achte auf eine seriöse Mailadresse und checke deine Mails nach Abschicken der Bewerbung regelmäßig, damit du die Rückmeldung vom Unternehmen schnell mitbekommst.
Vorstellungsgespräch und Auswahlverfahren

Du bist zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen? Herzlichen Glückwunsch, der erste Schritt zu einem Ausbildungsplatz ist geschafft! Wie du dich im persönlichen Gespräch gut präsentierst, zeigen wir dir hier:

 

  • Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

    Am besten punktest du im Vorstellungsgespräch, wenn du nicht nur dich gut präsentierst, sondern auch über die Firma Bescheid weißt. Solche Informationen werden durchaus auch im Gespräch abgefragt.


    Informiere dich also im Vorfeld auf der Firmenwebseite über folgende Themen:

    • Wie lange gibt es die Firma schon?
    • Was produziert die Firma?
    • Wie viele Menschen arbeiten dort?
    • Wie heißt der/die Geschäftsführer/in?
    • Überlege dir Fragen, die du zum Unternehmen oder zum Beruf hast. Dir wird im Gespräch sicher die Möglichkeit gegeben, Fragen zu stellen. Wenn du Fragen mitbringst, zeigt dies dein Interesse.
       

    Dein Weg zur Firma

    • Schaue mindestens einen Tag vor dem Gespräch nach, wo das Gespräch stattfindet (Adresse, Raum und Ansprechpartner) und wie lange du für den Weg zur Firma brauchst.
    • Plane Pufferzeit ein, falls der Bus zu spät ist oder du noch einen Parkplatz suchen musst. So bist du in jedem Fall püntklich.
    • Du solltest dich frühestens 15 Minuten vor dem Termin am Empfang melden. Bist du zu früh dran, hilft ein Spaziergang, um Nervosität loszuwerden. Aber: eine frisch gerauchte Zigarette riecht der Personaler sofort - das macht keinen guten ersten Eindruck.
       

    Deine Kleidung

    • Generell gilt: Es ist immer besser, wenn der Bewerber etwas zu schick als zu lässig gekleidet ist. Trotzdem sollte dein Outfit nicht steif wirken und du musst dich wohlfühlen.
    • Wenn du dich um einen gewerblichen Beruf bewirbst, ist eine ordentliche Jeans und ein Hemd/eine Bluse ratsam.
    • Wenn du dich um einen kaufmännischen Beruf bewirbst, ist eine dunkle Jeans, ein Hemd/eine Bluse und ein Sakko/Blazer die richtige Wahl.
       

    Dein Auftritt im Gespräch

    • Höflichkeit, ein offenes Wesen und eine aufrechte Haltung kommen gut an.
    • Gib deinen Gesprächspartnern zur Begrüßung die Hand.
    • Beantworte Fragen ehrlich - natürlich möchtest du dich gut präsentieren, aber wenn du eine Anforderung nicht so gut erfüllst, kannst du das ruhig zugeben. Wichtig ist, Bereitschaft zu zeigen, auch Schwächen auszugleichen.
    • Halte Blickkontakt mit deinen Gesprächspartnern, die Hände bleiben auf dem Tisch.

     

  • Einstellungstest

    Bei einem Einstellungstest werden dir schriftlich Aufgaben und Fragen gestellt, die du in einer vorgegebenen Zeit lösen musst.

    Es gibt verschiedene Arten von Einstellungstests - einige möchten deine Fähigkeiten etwa im mathematischen Bereich oder dein technisches Verständnis testen, andere stellen Fragen zu deiner Persönlichkeit oder fragen Allgemeinwissen ab.

    Oft erwarten Bewerber Fragen, die das logische Denkvermögen testen. Hierzu findest du im Internet Beispielaufgaben.

    Es kann auch nicht schaden, sich über aktuelle politische Themen zu informieren (Wer ist der aktuelle Bundespräsident usw.).

    Übe vor dem Test, Fragen unter Zeitdruck zu beantworten. Gut geeignet dazu sind Kopfrechen-Aufgaben. Auch hierzu gibt es kostenfreie Online-Tests.

    Wenn du im Test mal merkst, dass du bei einer Aufgabe nicht weiter kommst, fange ruhig die nächste an. Oft kann man in der vorgebebenen Zeit gar nicht alles schaffen.

    Wichtig ist auch, dass du dir Zeit nimmst, die Fragen konzentriert zu lesen.

    Und: Kleide dich so, als würdest du zu einem Vorstellungsgespräch gehen!

    Typisch sind folgende Aufgabenarten:

    •     Reihen fortsetzen: Welche Zahl oder welcher Buchstabe muss der Reihe folgen?
    •     Bilder identifizieren: Welches Bild passt nicht zu den anderen?
    •     Analogien finden: Welches Wort muss ergänzt werden, damit das Wortpaar Sinn ergibt?
    •     Gegensätze bilden: Welches Wort bedeutet das Gegenteil zum vorgegebenen?
    •     Mathematik: Beherrschst du noch Kopfrechnen, Prozentrechnen, Dreisatz und Textaufgaben?
    •     Wortzusammenhänge: Welches Wort passt nicht zu den anderen?
    •     Lücken ergänzen: Finde das fehlende Wort?
    •     Wortbedeutungen finden: Welches Wort beschreibt das vorgegebene am besten?
    •     Logikaufgaben: Erkenne den logischen Zusammenhang(
      (QUELLE: https://www.staufenbiel.de/magazin/assessment-center/einstellungstest.html)

     

  • Assessment-Center

    Ein Assessment-Center ist meist ein Bewerbungsgespräch mit mehreren Teilnehmern. Hier hast du also die Möglichkeit, dich besser zu präsentieren als deine Mitbewerber - aber es besteht auch die Gefahr, dass du dich zu sehr hinter den anderen Teilnehmern versteckst.

    • Bereite dich also inhaltlich genauso vor wie auf ein Vorstellungsgespräch. Oft wird zunächst jeder Teilnehmer interviewt wie bei einem Einzelgespräch.
    • Höre gut zu, was deine Mitbewerber erzählen, um nicht ihre Antworten zu wiederholen.
    • Möglich wäre ein Rollenspiel, in dem eine typische Arbeitssituation nachgestellt wird. Oft möchten Personaler testen, ob du mit Stress umgehen kannst. Bleibe also ruhig und sachlich.
    • Gehe in der Diskussion darauf ein, was deine Mitbewerber sagen. Wichtig ist auch, dass du Eigeninitiative ergreifst und dich aktiv in die Diskussion einbringst. Gleichzeitig höflich bleiben und die anderen ausreden lassen.
    • Halte Blickkontakt mit dem Teilnehmer oder Gesprächsleiter, der gerade spricht.
    • Stelle ruhig Fragen, wenn du etwas nicht verstanden hast - aber falle dabei niemandem ins Wort.

     

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